Entblößung meiner Selbst

By Michelle Früh - Samstag, Dezember 12, 2015


Manchmal kommt man im Leben an einen Punkt, an dem man einfach nicht mehr weiter kommt. Der Pfad zum Ziel ist so schmal, dass man nicht nach Links und auch nicht nach Rechts ausweichen kann, sonst fällt man in den Abgrund. Problematisch wird es, wenn auf diesem schmalen Weg Steine gelegt werden. Es gibt keinen Weg mehr zum Ziel, deshalb muss man das Hindernis aus dem Weg räumen um  den Weg frei zu bekommen. 

Genau an diesem Punkt stehe ich nun in meinem Leben. Nach meinem letzten Zusammenbruch, wurde mir bewusst, es geht so nicht mehr weiter. Ich werde mit der Schule pausieren und mir erst einmal Hilfe suchen. 

Warum ich euch das erzähle? 


Ich möchte euch wissen lassen, warum es mir momentan etwas schwer fällt zu bloggen. Außerdem denke ich, dass es einigen von euch vielleicht auch so geht und ich euch vielleicht etwas Helfen kann. Ich weiß selbst wie es ist, wenn man nicht verstanden wird. Die Einzelheiten meines Zusammenbruches und meiner Krankheit möchte ich euch nicht erzählen. Es werden aber in Zukunft noch ein paar persönliche Posts auf meinem Blog erscheinen.


Mit Depressionen habe ich schon seit meiner Kindheit zu kämpfen. Ich war auch schon in der ein und anderen Therapie. Allerdings habe ich gerade in letzter Zeit wieder festgestellt, dass ich noch immer nicht stabil bin.

Ich grübele viel zu viel und mache mir um alles Sorgen. Ich denke so oft über den Verlust und über den Tod nach. Dieses Jahr sind drei unserer Haustiere gestorben, was natürlich auch ein Schlag ins Gesicht war. Zu meinen psychischen Problemen kommen auch noch meine körperlichen.

Angst darüber zu sprechen. 


Ich frage mich nur immer wieder, warum habe ich keine Kraft? So viele Menschen erleben jeden tag etwas schlimmes und bleiben trotzdem stark. Es ist nicht einfach mir meine Schwäche einzugestehen und es ist schwer es auszusprechen. Trotzdem erzähle ich euch von meinem Problem und mache mich damit verletzlich. Doch ich merke immer wieder, wie gut es mir tut mich zu öffnen und bin immer wieder positiv überrascht, dass mich doch mehr Menschen verstehen als ich denke.



Ein sehr persönlicher Artikel, bei dem ich lange überlegt habe ob ich ihn überhaupt schreiben soll. Geht es euch den auch manchmal so oder habt ihr vielleicht sogar die selben Probleme?


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6 Comments

  1. Ich denke ich kann nachempfinden wie du dich fühlst. Es ist nicht immer leicht stark zu bleiben, wir sind nur Mensch und haben Gefühle, sind verletzlich. Es ist ganz normal, wenn wir mal nicht mehr die Energie dazu haben weiterzumachen. Jeder Mensch geht mit Problemen anders um, da ist es gar nicht schlimm wenn du erstmal Abstand von alledem brauchst.
    Du wirst deinen Weg finden! Schöner Post. :)

    Liebste Grüße
    Gilda

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  2. Hallo Liebes :*
    ich kann verstehen, wenn dir momentan die Lust zum Bloggen fehlt. Ich frage mich auch, wieso manche Menschen gewisse Sachen einfach so wegstecken, während andere daran zerbrechen?! Der Tod von 3 Haustieren zieht einen runter, würde mir genauso gehen. Ich finde auch, dass man eine ganze Menge Zuspruch bekommt. Klar, öffnen bedeutet Verletzlichkeit. Aber manchmal hilft es, auch wenn die Person, der man dies erzählt (also nicht online) vielleicht immer ein tolles Leben hatte. Sie kann einen aufbauen. Personen, die ähnliches durchhaben wiederum zeigen Verständnis, was auch gut tut. Personen, die lästern oder verurteilen, sollen still sein. So eine psychische Krankheit kann jedem passieren... mir ging es ähnlich, eine kurze Info dazu auf meinem Blog unter "die Bloggerin". Ich hatte in dieser Zeit auch keinen Nerv zum Bloggen, habe mich um meine Gesundheit gekümmert. So hart, wie das klingt: im Zweifelsfall für die Gesundheit und gegen die Schule. Du hast schon eine fertige Ausbildung, Schule kannst -blöd gesagt- immer nachholen, Gesundheit nicht.
    Ich wünsche dir gaaaaanz viel Kraft <3

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    1. habe dich seit wenigen Minuten auf meinem Blog unter "die Bloggerin" verlinkt =) hoffentlich kein Problem.
      lg =)

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  3. Mir ging es damals als 16-jährige ähnlich, bei mir wurde es nach langer Zeit besser. Mir hat Sport geholfen, ich mache jetzt fünfmal pro Woche Training, das hilft mir, mich stärker zu fühlen.
    Liebe Grüße
    Nancy :)

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  4. Hör auf deine innere Stimme. Ich kenne das, wenn alles um dich herum zu viel wird und du das Gefühl hast, dir gibt irgendjemand immer noch mal eins oben drauf. Aber man kommt da wieder raus und kann etwas draus lernen. Kümmere dich um dich und um deine Gesundheit, das ist das Wichtigste. Es ist dein Leben. Tu dir was Gutes. Geh raus, spazieren, mach Yoga, einfach in Bewegung kommen. Bewegung bringt immer etwas in Bewegung! Danke für dein Vertrauen mit diesem Post. Ich bin sicher, du findest deinen Weg!

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  5. Du bist stärker als du denkst. Denn so einen Post zu veröffentlichen zeigt Mut! Ich habe mittlerweile auch schon jahrelang absolute Leere in mir/bin so oft unfassbar unglücklich aber irgendwie geht es immer weiter.
    Sowas geht leider nie komplett weg. Aber habe mich mittlerweile daran gewöhnt und versuche einfach mich abzulenken.
    Ich wünsche dir alles Gute! Auch du wirst mit der Zeit sicher lernen damit umgehen zu können und trotzdem noch das Beste aus allem machen zu können :*

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